Lesestoff - Mein Foto-Equipment

Wenn man einen schönen Garten sieht kommt niemand auf die Idee, den Gärtner nach der Marke seines Rasenmähers zu fragen. In der Fotografie scheint das anders zu sein, zumindest, wenn man den vielen Foren Glauben schenken mag, in denen eifrig über das Equipment diskutiert wird ...

Eine Kamera ist auch nichts anderes als ein Werkzeug, eben wie ein Rasenmäher. Nachdem die Digitalfotografie eine optimale Verbindung zwischen meinen Hobbies PC und Foto darstellt, bin ich 2003 nach ein paar "Zwischenschritten" (Nikon Coolpix 775, Minolta Dimage 7i) bei Canon DSLR gelandet und habe mir in der Folgezeit die für mich passenden Objektive zugelegt. Wichtig ist mir dabei, daß mein Equipment für die Reisefotografie relativ kompakt und somit bequem transportabel ist.
Erste analoge Spiegelreflex-Erfahrungen hatte ich schon in meiner Jugend mit einer Ikarex (Erbstück) sowie einer Minolta X-300s gesammelt.


Canon 10D , Canon 5D

Ende 2003 investierte ich in die Canon 10D, für meine bisherigen Verhältnisse eine unglaublich teure Investition, besaß ich bis dahin doch nur relativ günstige kompakte Digitalkameras. Keine Frage, die Lust auf technisch gute Bilder steigt rapide an, wenn man sich erstmal intensiver mit der Materie befasst.
Im Juli 2006 folgte die Canon 5D und damit das digitale Kleinbildformat. Neben dem größeren Sensor waren zahlreiche technische Verbesserungen, nicht zuletzt die deutlich verbesserten Rauscheigenschaften bei hohen ISO-Werten, ausschlaggebend für diesen Body.


Sigma 12-24 EX , Tamron 28-75/2.8 DI , Canon 70-300 DO IS

Meine "Immerdabei-Objektive", die sich auf Dauer in der Praxis für mich bewährt haben.
Zum Sigma gibt es in diesem Brennweitenbereich keine für das KB-Format passende Zoom-Alternative, daher war die Wahl einfach :)
Das Tamron ist ein absoluter Preis-Leistungs-Tip. Zwar ist sein Focus deutlich langsamer als der des Canon-L-Pendants, dafür kostet es auch nur ein Viertel bei optisch vergleichbarer Leistung.
Das 70-300 DO fand erst nach einigen Alternativen den Weg in meine Fototasche. Letztlich ausschlaggebend war die extrem kompakte Bauform.

Testberichte zu diesen (und den folgenden) Objektiven finden sich auf photozone.de


Canon 85/1.8 , Canon 200/2.8 L , Canon 400/5.6 L

Diese drei Objektive setze ich eher sporadisch je nach Bedarf ein.
Das 85/1.8 ist ein optisch extrem gutes Objektiv, welches mir neben seinen hervorragenden Portrait-Eigenschaften zusammen mit Zwischenringen und Konverter auch als Macro-Ersatz dient.
Das 200er führt mittlerweile ein eher stiefmütterliches Dasein und kommt nur sehr selten zum Einsatz.
Als Teleobjektiv für die ganz weit entfernten Dinge habe ich mich für das 400/5.6 L entschieden. Seine optischen Eigenschaften machen es auch mit einem Tele-Konverter noch sehr gut nutzbar, so daß ich mit ihm (mit manuellem Focus) auf 800mm Brennweite komme.


weiteres Equipment

Ergänzt werden Kamera und Objektiv durch das Blitzlicht Canon 420 EX, dem Soligor 2fach-Telekonverter, dem Kenko-Zwischenring-Satz (12, 20 und 36mm) sowie dem Minolta (huch? ja, der paßt :) ) Winkelsucher VN. Stativ von Manfrotto, ein uraltes Einbein sowie eine ganz gewöhnliche Fototasche komplettieren meine Ausrüstung.
Der Soligor 1.7fach-Telekonverter kommt nur noch selten zum Einsatz. Gänzlich unbenutzt liegt das Tamron 28-300 XR DI im Schrank, welches mir ursprünglich als Anfangs-Objektiv diente, aber ohne Stabilisator (IS) nur als Schönwetter-Objektiv tatsächlich brauchbar ist.


Empfehlungen

Zwei weitere Objektive, die ich eine zeitlang benutzte, möchte ich hier noch erwähnen: das Sigma 100-300/4 EX, welches optisch zu den Besten in diesem Brennweitenbereich gehört. Der Wunsch nach mehr Brennweite und einem Stabilisator ließen dann das Sigma 80-400 OS folgen, welches bis auf den langsamen AF das Pendant zum Canon 100-400 IS darstellt. Wie weiter oben schon erwähnt, fand ich dann jedoch im 70-300 DO das für mich und meine Fototasche perfekt passende Telezoom.


Philosophie

Fotografie soll mir einfach nur Spaß machen, es ist für mich kein Selbstzweck, sondern immer eine "begleitende" Tätigkeit. Ich fotografiere, weil ich reise oder Ausflüge unternehme. Wenn dabei dann gute Bilder entstehen, ist es prima, wenn nicht, dann habe ich immernoch einen schönen Tag erlebt ...
Fotografieren verändert aber auch die persönliche Sichtweise. Einblicke in die filigrane Vielfalt der Insekten durch Macros, Verhaltensweisen von zuvor kaum beachteten Singvögeln im Garten, oder einfach nur der Versuch, ein einzelnes Motiv in unterschiedlichen Perspektiven abzulichten, lassen die Welt viel intensiver wahrnehmen, als es ohne eine Kamera stattgefunden hätte.
Ob man dafür nun unbedingt eine DSLR benötigt, sei jedem selbst überlassen. Es ist schließlich ein Hobby, und ein Hobby unterliegt keinen rationalen Überlegungen ;)


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